Kurzfassung: In einem Pitch wurde ich gefragt, wie mein Umgang mit Quick Wins in der KI-Transformation aussieht. Ich konnte nicht sinnvoll antworten. Nicht, weil mir Ideen fehlten, sondern weil ich die Frage falsch verstanden hatte.
Der Moment, in dem es kippte
Die Präsentation lief gut. Es ging um KI, um Organisationen, um Veränderung. Gegen Ende kam eine Frage, die zunächst harmlos klang: „Wie ist dein Umgang mit Quick Wins?“
Ich dachte sofort technisch. An kleine Anwendungsfälle, an schnelle Effekte, an Tools. Ich begann zu antworten und merkte schnell, dass ich den Kern verfehlte.
Warum meine Antwort nicht passte
Rückblickend war die Frage kein Test meines Wissens. Sie markierte einen Rollenwechsel.
Es ging nicht mehr darum, was technisch möglich ist. Es ging darum, wie man Organisationen durch Unsicherheit begleitet. Quick Wins waren nicht als Tools gemeint, sondern als strukturelle Interventionen.
Was mit Quick Wins wirklich gemeint war
Ein struktureller Quick Win bedeutet nicht, schneller zu werden. Er bedeutet, Orientierung zu schaffen.
Zum Beispiel, Mitarbeitenden zu erlauben, KI zunächst nur zur eigenen Entlastung zu nutzen. Ohne Leistungsdruck, ohne Bewertung, ohne Erwartungen. Nicht um Effizienz zu steigern, sondern um Vertrauen aufzubauen.
Was ich daraus gelernt habe
KI-Transformation scheitert selten an Technologie. Sie scheitert daran, dass Menschen nicht wissen, was von ihnen erwartet wird.
Die Frage nach Quick Wins war eine Frage nach Haltung. Nach dem Verständnis dafür, wie viel Veränderung ein System gerade tragen kann.
Fazit
Quick Wins sind kein Rezept. Sie entstehen aus dem Verständnis von Organisationen, nicht aus verfügbaren Tools.
KI-Transformation beginnt nicht mit Modellen. Sie beginnt mit Erfahrungen.