Workshop · 03

KI-Automatisierung für medizinische Abläufe

Abläufe rund um die Behandlung automatisieren und dabei Schweigepflicht, Datenschutz und Medizinprodukterecht einhalten.

Telefonassistent, Anamnesebogen, Arztbriefentwurf, Recall: Für fast jeden Ablauf in Praxis und MVZ gibt es inzwischen ein KI-Werkzeug. Die schwierige Frage ist nicht, ob es technisch geht, sondern was erlaubt ist, wer haftet und wo die Grenze zur Behandlungsentscheidung liegt. In diesem Workshop prüfen Sie Ihre Abläufe, wählen einen geeigneten aus und skizzieren die Automatisierung mit allen Prüfschritten.

Für wen

Für wen dieses Format gedacht ist.

Praxen, MVZ und Therapiezentren, die ihr Team entlasten wollen.

01

Ärztinnen und Ärzte mit eigener Praxis

Sie wollen das Team entlasten und prüfen, welche Automatisierung sich lohnt und welche Risiken Sie dabei übernehmen.

02

Praxismanagement und MVZ-Leitung

Sie verantworten Abläufe, Dienstleister und Datenschutz und brauchen eine klare Entscheidungsgrundlage.

03

Therapie- und Gesundheitszentren

Physiotherapie, Psychotherapie, Zahnmedizin: überall dort, wo Gesundheitsdaten verarbeitet werden.

Bewusst nicht Teil des Angebots

Die Entwicklung von Software für Diagnose oder Therapieentscheidungen. Dafür gelten die Anforderungen an Medizinprodukte, die ein Workshop nicht ersetzen kann.

Rahmen

Workshop, 1 Tag, 6 Stunden, bis 10 Personen. Vor Ort oder remote.

Inhalte

Diese Inhalte kommen dran.

  1. 01

    Abläufe sortieren 60 Min.

    Welche Schritte rund um die Behandlung sich eignen: Terminvorbereitung, Anamnese, Patienteninformation, Dokumentationsentwürfe, Recall, Telefon. Und welche nicht.

  2. 02

    Die Grenze zum Medizinprodukt 45 Min.

    Wann Software nach der Medizinprodukteverordnung (MDR) als Medizinprodukt gilt und warum das bei Diagnose- und Therapieentscheidungen schnell der Fall ist.

  3. 03

    Datenschutz und Schweigepflicht 60 Min.

    Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO, Auftragsverarbeitung, Serverstandort, Verpflichtung von Dienstleistern nach § 203 StGB. Was Sie vom Anbieter schriftlich brauchen.

  4. 04

    Werkzeuge im Vergleich 45 Min.

    Fertige Praxissoftware, Automatisierungsplattform oder ein lokal betriebenes Sprachmodell: Kosten, Datenwege, Abhängigkeiten.

  5. 05

    Menschliche Freigabe einbauen 45 Min.

    Wer prüft, was die KI vorbereitet, bevor es Patientinnen und Patienten erreicht oder in die Akte geht.

  6. 06

    Ihren Ablauf skizzieren 75 Min.

    An einem erfundenen Fallbeispiel entwerfen Sie Ihren Ablauf mit Datenweg, Prüfschritt und Zuständigkeit. Dazu eine Checkliste für Gespräche mit Anbietern.

Ergebnis

Was Ihr Team danach kann.

Leitplanken

Worauf man achten muss.

01

Keine Entscheidung ohne Ärztin oder Arzt

KI darf vorbereiten, sortieren und formulieren. Diagnose, Therapie und Freigabe bleiben bei der behandelnden Person.

02

Medizinprodukt oder nicht

Entscheidend ist die Zweckbestimmung. Liefert Software Informationen für Diagnose- oder Therapieentscheidungen, ist sie in der Regel ein Medizinprodukt der Klasse IIa oder höher.

03

Gesundheitsdaten sind besonders geschützt

Art. 9 DSGVO, Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Serverstandort und Löschfristen müssen vor dem ersten echten Datensatz geklärt sein.

04

Schweigepflicht gilt auch für Dienstleister

Externe Anbieter dürfen nur einbezogen werden, wenn sie zur Verschwiegenheit verpflichtet sind (§ 203 StGB).

05

Werbung bleibt Werbung

Werden automatisch erstellte Texte eingesetzt, um Leistungen der Praxis zu bewerben, gilt das Heilmittelwerbegesetz.

06

Üben nur mit erfundenen Fällen

Im Workshop arbeiten wir ausschließlich mit erfundenen Beispielen. Echte Patientendaten werden zu keinem Zeitpunkt verwendet.

Häufige Fragen

Was vor einer Buchung oft gefragt wird.

Weitere Fragen beantworte ich gern direkt im Vorgespräch.

01 Darf eine Praxis einen KI-Telefonassistenten einsetzen?

Das hängt davon ab, wie Datenschutz und Schweigepflicht geregelt sind: Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Verpflichtung zur Verschwiegenheit, Information der Anrufenden und klare Grenzen, was der Assistent entscheiden darf. Im Workshop gehen wir diese Punkte als Checkliste durch. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

02 Bauen wir im Workshop eine fertige Automatisierung?

Sie gehen mit einer geprüften Skizze, einer Checkliste für Anbieter und einer Entscheidung nach Hause. Die Umsetzung kann im Anschluss als begleiteter Pilot folgen.

03 Ersetzt der Workshop eine Rechts- oder Datenschutzberatung?

Nein. Er zeigt, welche Fragen zu klären sind, und bereitet Sie auf das Gespräch mit Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten und mit Anbietern vor.

04 Wer leitet den Workshop?

Kürşat Çifçi. Er setzt mit seiner Agentur webinvasiv digitale Kommunikation für Arztpraxen um und unterrichtet KI-Prozessautomatisierung in der Erwachsenenbildung.

Buchen

Workshop anfragen.

Für „KI-Automatisierung für medizinische Abläufe“ genügen Wunschzeitraum, Teilnehmerzahl und ein paar Sätze zur Ausgangslage. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung mit Terminvorschlag.